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Das Eisenbett

Roman (2020)

covercover ebook

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covercover paperback

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Der Folterstuhl für Frauen, die im Mittelalter wegen Hexerei verhaftet wurden, ist heute nur noch in Museen zu finden. Schilderungen seiner Verwendung, wie die aus dem berüchtigten 'Hexenhammer', dienen heute nur noch als literarische Ausschmückungen für historische Thriller.

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parrilla Mit den Zeiten ändern sich die Foltermethoden. In den Militärdiktaturen Chiles und Argentiniens verwendeten die modernen Inquisitoren ein militärisches Feldbett. Im Jargon hieß es 'Parrilla', zu dt. 'Grill'. Für die Verhöre gab es in fast jeder Polizeistation ein Hinterzimmer oder einen Keller, und in diesen Räumen stand ein Eisenbett ohne Matraze. Männer und Frauen wurden nackt auf die Parrilla gefesselt und mit Schlägen und Elektroschocks gefoltert, damit sie Namen und Adressen von Companeros und Companeras verraten. Das Eisenbett wurde zum Symbol für lateinamerikanische Militärjuntas, wie einst der Hexenstuhl für die katholische Inquisition.

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Der Roman spielt in den Jahren nach dem Militärputsch gegen Allende. Er erzählt von den Aktivitäten des Geheimdienstes, eine Gruppe von Studentinnen aufzureiben, die mit kleinen und großen Aktionen zeigt, dass Widerstand gegen die uniformierten Machthaber möglich ist.

Casa Concordia war einst ein prächtiger Landsitz in den Bergen über Santiago de Chile. Nach dem Militärputsch im September 1973 richtete der Geheimdienst DINA dort ein Gefangenenlager für Oppositionelle ein. Über einen unterirdischen Tunnel wurden die Verdächtigen von ihren Zellen in die Folterkammern im Hauptgebäude gebracht. Dort stand: das Eisenbett.

cover Abb.: Der berüchtigte Tunnel ins Haupthaus von Casa Concordia

Der Roman ist als Paperback erhältlich bei schlagzeilen.com oder bei Editions 3 Masques sowie als ebook auf allen großen Platformen.

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Leserrezensionen:

"Keine seichte Erotikliteratur, sondern eine Echtzeitbeschreibung der Extraklasse. Wer Bücher mit derartigem Sachinhalt eingebunden in Romanform mag, wird dieses Buch lieben."

Dinara von schlagzeilen.com

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"Der Roman ist wie ein heimlicher Blick durch ein Schlüsselloch. Wenn man in Bibliotheken Bücher über südamerikanische Juntas aus dem Regal nimmt und sie in der Hand sich von allein öffnen läßt, dann gehen die Bücher oft an bestimmten Stellen im Text auf. Bei 'Das Eisenbett' wäre das wohl auch so. Obwohl es um Zeitgeschichte geht, gehört 'Eisenbett' nicht zu der Sorte Bücher, die man im Gästezimmer ins Regal stellt. Keiner soll wissen, dass man durchs Schlüsseloch sah."

Ronja101, goodreads.com

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"Ich habe das Buch gekauft, weil das Cover ein fast vergessenes Gefühl aus Jugendtagen wiederbrachte: ein Ziehen im Bauch bei Berichten über die Militärjunta in Chile. ... Der Roman ist spannend, erschreckend und faszinierend. Ich verstand im Laufe des Romans sogar einige der Offiziere. Das war schon schräg. Aber dann dachte ich: 'Yep, so krumme Pfade geht das Leben tatsächlich.' Kaufempfehlung? Nichts für Leser, die schon bei Shades of Grey an ihre Grenzen kommen. Aber wer dieses Ziehen im Bauch kennt und Klartext über Chiles Geschichte lesen will, findet hier das Gesuchte."

Leser, Amazon.

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"Die Autorin liefert Nahaufnahmen einer Maschinerie, die Menschen verändert. Aus unauffälligen Bürgern werden Folterknechte und aus verträumten Nachbarstöchtern werden rebellische Studentinnen. In Casa Concordia treffen sie aufeinander. Beim Verhör fallen die Masken. Ein ungewöhnlicher Roman. Leidenschaftlich."

Jens Rostalski, Literaturtreff Harburg.

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